Hormonelle Verhütungsmittel beinhalten immer ein Gelbkörperhormon, das
dem körpereigenen Progesteron sehr ähnlich ist. Diese Substanz
verhindert das Heranreifen eines Follikels und hemmt somit den
Eisprung. Genauso wie es auch ohne die Pille bei jeder Frau während der
Gelbkörperphase passiert. Natürlich wird durch die ständige Einnahme
eines Gelbkörperhormons der Schleim des Muttermundes nicht für Spermien
durchlässig, wie es normalerweise bei einem Eisprung der Fall wäre.
Die Pilleneinnahme beträgt 21 Tage. Lässt die Wirkung der Pille nach,
setzt nach wenigen Tagen eine Abbruchsblutung, die aber keine normale
Regelblutung ist, ein. Manchmal gibt es auch Pillenpräparate mit 28
Tabletten. Die enthalten genauso 21 Tabletten mit dem Hormon und 7
ohne, denn viele Frauen bevorzugen eine tägliche Einnahme ohne Pause.
In sehr vielen Pillen ist noch zusätzlich ein Östrogen enthalten
(Ethinylestradiol). Dieses Östrogen wirkt nicht verhütend, sondern
unterstützt den Aufbau der Schleimhaut, damit nach den 21 Tagen auch
wirklich eine Blutung stattfindet.
Andere Verhütungsmittel wie Ring, Pflaster, Hormonspirale, Spritze,
Implantat oder die so genannte Micropille enthalten kein Östrogen. Die
Blutung ist somit wesentlich schwächer und kann häufig sogar ganz
entfallen.
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