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Entwicklung zur Frau

Mechanische Verhütungsmethoden

Mechanische Verhütungsmethoden hemmen Spermien in ihrer Fortbewegung oder hindern - wie im Fall der einfachen Kupferspirale - die befruchtete Eizelle daran, sich einzunisten. Zu den mechanischen Methoden zählen das Kondom, das Femidom, das Diaphragma, das spermizide Zäpfchen oder Cremes und die Kupferspirale.

Das Kondom oder Präservativ ist unverändert eines der beliebtesten Verhütungsmittel. Es ist überall im Handel erhältlich und leicht anwendbar. Es gibt keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen und bietet Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen wie HIV/Aids, HPV-Infektionen und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen wie Syphilis, Gonorrhöe, Hepatitis B oder Chlamydien.  Auf die Verwendung von Kondomen aus Automaten sollte verzichtet werden, da diese häufig lange lagern und daher leichter reißen können.

Das Femidom oder Kondom für die Frau sieht fast so aus wie ein normales Kondom.
Das Femidom besteht aus einem sehr weichen Material (aus einer Art Kunststoff), das die Innenwand der Vagina wie eine dünne zweite Haut auskleidet.
Es hat an jedem Ende einen weichen Ring. Der Ring am geschlossenen Ende dient zum Einführen des Femidoms und sorgt dafür, dass das Femidom auch beim Intimverkehr richtig sitzt. Der äußere Ring bleibt außerhalb der Vagina und bedeckt die Labia. Durch die Kombination von dem natürlichen Sekret der Scheidenwand mit dem Gleitmittel an der Außenseite des Femidoms wird dafür gesorgt, dass das Femidom so gut an der Scheideninnenwand haftet und deshalb als eine sehr dünne zweite Haut bezeichnet werden kann. Auch das Femidom kann selbstverständlich vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen.

Ein Diaphragma sieht aus wie eine Kappe, wird an die entsprechende Größe der Frau angepasst und ein bis zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt, nachdem man es mit einer spermienabtötenden Creme behandelt hat. Es soll den Muttermund abdecken. Richtig eingeführt ist es, wenn es weder die Frau noch der Mann beim Geschlechtsverkehr spüren.

Spermizide Zäpfchen oder Cremes enthalten entweder Nonoxinol, Zitronen- oder Milchsäure. Diese töten die Spermien ab oder hemmen sie zumindest in ihrer Beweglichkeit. Die Zäpfchen wiederum bestehen aus Wachs, und daher muss man mindestens zehn Minuten warten, bis die Wirksubstanz aus dem Wachs heraus geschmolzen ist. (Wachs schmilzt bei Körpertemperatur.)

Die Kupferspirale ist ein weiches, meist T-förmiges Stäbchen aus Kunststoff, das mit einem Kupferfaden umwickelt ist. Diese Verhütungsform wird direkt vom Arzt während der Regelblutung in die Gebärmutter eingesetzt und kann 3 bis 5 Jahre in der Gebärmutter liegen. Die Kupferspirale gibt laufend Kupfer in geringen Mengen ab und hemmt somit die Spermien wie auch die Eizelle in ihrer Beweglichkeit. Außerdem verändert sie die Gebärmutterschleimhaut und verhindert so die Einnistung der Eizelle.